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Eine große Pizza sollte für alle reichen

Einen großen Einfluss auf den Erfolg der Gruppe hat der Vorgesetzte, der Brückenbauer und Experten gleichermaßen schätzt. Das können viele Chefs leider nicht, erklärt Dr. Niels Van Quaquebeke, Professor für Führungs- und Organisationsverhalten an der Hamburger Kühne Logistics Universität, im Interview mit heise online

heise online: Die Aufgaben heute sind häufig so komplex, dass nur noch Teams sie lösen können. Wenn das Team so wichtig ist, dann kann das Ergebnis doch nur gut werden, wenn dessen Mitglieder zusammenpassen.

Niels Van Quaquebeke: Ja und nein. Wir wissen, dass diverse Teams nicht besser sind in der Aufgabenleistung als homogene Gruppen. Denn Diversität geht mit allen möglichen psychologischen Nebeneffekten einher wie Stereotypisierung oder der Bildung von Minigruppen, die der Aufgabenleistung abträglich sind. Trotzdem ist es so, dass ein diverses Team die Chance erhöht, besser zu werden, als ein homogenes Team, weil unterschiedliche Kompetenzen vorhanden sind, mehr Perspektiven außerdem und vielleicht auch eine bessere Vertretung der Interessen außerhalb der Organisation, etwa durch Vorträge auf Kongressen. Das Zünglein an der Waage in diversen Teams ist die Offenheit für Vielfalt in der eigenen Gruppe.

Was unterscheidet diverse von homogenen Teams?

Homogene Teams sind weitgehend ähnlich in der Zusammensetzung: mittelalte, gesetzte Männer oder junge türkische Frauen zum Beispiel. Diverse Teams sind genau das Gegenteil. Unterschiedlich im Alter, im Geschlecht und wahrscheinlich noch wichtiger, in Ausbildung, Denkweise und Einstellung.